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Wohin mit meinen Daten?
Zum langfristigen Umgang mit Forschungsdaten in den Altertumswissenschaften

Sektion des DAI und IANUS beim 8. Deutschen Archäologiekongress in Berlin
08. Oktober 2014

Motivation

Immer mehr Inhalte in den Altertumswissenschaften werden digital erzeugt: auf Ausgrabungen entstehen digitale Fotos und Zeichnungen von Befunden und Funden; bei der Editionen von Texten werden Ergebnisse online zur Verfügung gestellt; Aktivitäten im Bereich der Denkmalpflege und des Kulturgüterschutzes werden digital erfasst; Oberflächenprospektionen und Restaurierungsmaßnahmen werden mit IT-Techniken dokumentiert; durch naturwissenschaftliche Untersuchungen von Objekten und Landschaften werden elektronische Messreihen erzeugt.
So erfolgreich, inspirierend und weitgreifend der Einsatz von Informationstechnologie auch ist, so unbeantwortet sind vielerorts immer noch damit verbundene zentrale Fragen: Was soll langfristig mit all den digitalen Forschungsdaten passieren? Wie können die heute erzeugten Dateien morgen noch genutzt werden? Welche Informationen anderer Personen will ich selbst nutzen? Welche eigenen Informationen stelle ich anderen Personen jenseits von Publikationen zur Verfügung?
Einerseits gibt es Empfehlungen und Richtlinien, die hierzu Stellung beziehen, wie etwa die Vorgabe der DFG, dass digitale Inhalte eines Projektes für 10 Jahre nach dessen Ende verfügbar gehalten werden müssen. Andererseits zeigt die Realität, dass es kaum etablierte, nachhaltige Lösungen gibt, die eine langfristige Archivierung, Bereitstellung und Nachnutzung von publizierten als auch nicht-publizierten Forschungsdaten gewährleisten.

Beschreibung der Sektion

Aus diesem Grund veranstaltete das Deutsche Archäologische Institut und IANUS eine Sektion am Mittwoch, den 08. Oktober 2014, auf dem 8. Deutschen Archäologiekongress 2014 in Berlin, der vom Mittel- und Ostdeutschen Verband für Altertumsforschung e. V. auf Einladung des Landesdenkmalamtes Berlin für den Deutschen Verband für Archäologie veranstaltet wurde.
Anders als in der Sektion der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte e.V. zum Thema Open Access und Open Data ging es um den nachhaltigen Umgang, die Pflege, die Weitergabe und die Archivierung von Forschungsrohdaten, die gemeinhin nicht Teil von analogen oder digitalen Publikationen werden, aber dennoch eine hohe wissenschaftliche Relevanz für die Zukunft besitzen.


Vortrag von Julian Richards - © IANUS | Maurice Heinrich (Photograph)

Abstracts und Präsentationen

1. Teil Erfahrungen und Lösungen im internationalen Kontext*

Valentijn GILISSEN
e-depot for nederlandse archaeologie (edna) / Data Archiving and Networked Services (DANS), Den Haag (NL)
Dutch archaeological data depositing, processing, archiving and accessing at DANS. A repository with ten years of history, setting its sails to the future
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Julian RICHARDS
Archaeology Data Service (ADS)/ University of York, York (UK)
Measuring the impact of long term archaeological data archiving and re-use
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Victoria YORKE-EDWARDS
Medical Research Council / University College, London (UK)
The Journal of Open Archaeology Data: Incentivising data sharing through citation credit - theory, practice and a look to the future?
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Eric KANSA
OpenContext / Alexandria Archive Institute, Berkeley (USA)
Linked Data, Publication, and the Life Cycle of Archaeological Information
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Stefanie SCHUMACHER
PANGAEA. Data Publisher for Earth & Environmental Science / Alfred-Wegener-Institut, Bremerhaven (D)
Archivierung und Publikation von Daten der Erdsystemforschung mit PANGAEA
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2. Teil Ansätze, Anforderungen und Angebote im deutschsprachigen Kontext

Stefan FUNK - Stefan SCHMUNCK
DARIAH-DE / Georg-August-Universität Göttingen (D)
Das TextGrid- & DARIAH-DE Repositorium – Referenzierung und Publikation von geisteswissenschaftlichen Forschungsdaten
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Othmar JAEGGI - Bruno MAGRI
LIMC / Departement Altertumswissenschaften, Universität Basel (CH)
Das digitale LIMC
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Eymard FÄDER
AAArC / Institut für Ur-und Frühgeschichte der Universität zu Köln (D)
Das Kölner digitale Archiv für afrikanische Archäologie
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Kai-Christian BRUHN
i3mainz / Institut für raumbezogene Informations- und Messtechnik an der Hochschule Mainz (D)
Archivierbar? Voraussetzungen für den nachhaltigen Umgang mit dreidimensionalen Datenprodukten in der Archäologie
Néhémie STRUPLER
DAI - Abteilung Istanbul (TR) / Université de Strasbourg - UMR 7044 Archimède (FR) / Westfälische Wilhelms-Universität Münster (DE)
Raw Data and Data Analysis. An Improvement to Archiving
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Wolfgang SCHMIDLE - Dominik LUKAS
DAI Berlin - TOPOI Berlin (DE)
Interoperabilität raumbezogener Daten mit CIDOC CRM: Beispiele in Topoi und am DAI
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Alle Zusammenfassungen der Vorträge im Überblick finden Sie im folgenden Dokument zum Download:
Abstracts der Vorträge Wohin mit meinen Daten?


Vortrag im Hörsaal C des Henry-Ford-Baus von Valentijn Gilissen - © IANUS | Maurice Heinrich (Photograph)

 
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