Projektübersicht

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Nachweiskatalog

Idee

Vorbild für den Nachweiskatalog von IANUS ist der ArchSearch vom Archaeology Data Service (ADS). Idee ist, die archäologischen Fachdaten, die in verteilen heterogenen Systemen vorliegen, über ein einziges Web-Interface durchsuchbar zu machen. Die Datenbereitstellung und -pflege liegt bei den Dateneigentümern, z. B. Landesdenkmalämter/-archäologien, Museen, Archiven, etc. Soweit es möglich und sinnvoll ist soll auf Ursprungssysteme oder auf archivierte Daten innerhalb von IANUS verlinkt werden.

Fragen

Welche Informationen sollen zusammengeführt werden?
  • Fundstellen/Flächen, Aktivitäten/Maßnahmen, Monumente/Denkmäler (natürliche und artifizielle)
  • Objekte
  • Projekte, Personen, Institutionen
  • Dokumentensammlungen/Archive (digitale und analoge)
  • Publikationen, Texte, Digitalisate
Welche Vorarbeiten und Systeme gibt es bereits?
  • Europeana, Deutsche Digitale Bibliothek und DigiCult für Objekte und Dokumente
  • Proylaeum für bibliografische Angaben
  • Collection Registry in DARIAH für Datensammlungen
  • etc.

Wie genau können/dürfen geographischen Angaben angezeigt werden?

Welche Datenformate sollen genutzt werden?

Welche Metadatenschemata (ADEX, LIDO, EDM, …) sollen genutzt werden?

Welche Vokabulare sollen für welche Eigenschaften genutzt werden?

Wie stark können/sollen die Daten harmonisiert werden?

Welche Metadaten sollen ggf. zusätzlich erhoben werden?

Welche Rechte und welche Rollen sollen existieren?

Wie erfolgt der Datentransfer zwischen verteilten Ursprungssystemen und zentralem Nachweiskatalog?

Realisierung

Die Fundstellen und Flächen, die bei den Landesdenkmalämtern im ADEX-Format vorliegen, werden im Nachweiskatalog zusammengeführt, außerdem werden weitere Daten in ADEX-Format erzeugt (z. B. über DAI Projekte). Funktionalitäten, Vokabularen und Rechte-Rollen müssen dafür festgelegt werden und Überlegungen zu weiteren „Entitäten“ (Aktivitäten, Objekte, etc.) angestellt werden.

Ergebnisse

Grundlegende Fragen zu einem nationalen Nachweiskatalog und Antworten für eine konkrete Umsetzung werden in der Masterarbeit von W. Kolbmann diskutiert:

A Digital Registry for Archaeological Find Spots and Excavation Documentation in IANUS, Berliner Handreichungen zur Bibliotheks- und Informationswissenschaft 359 (Berlin 2014).

Zusammenfassung der Arbeit:
"Grey literature (site notebooks, reports etc.) and research data in archaeology are invaluable sources of information currently lacking a central reference registry in Germany. This paper discusses requirements and the underlying data model of a registry to be developed for find spots and archaeological excavation data within the IANUS project at the German Archaeological Institute. This registry is to collect information on archaeological investigations data for a finding aid service. The focus for this registry will be based on the collection of metadata about primary data and grey literature, not on secondary data or on publications. Starting with the acquisition of basic metadata needs drawn from the IANUS mission and project charter. A review of already existing projects and initiatives in this field (EDNA, tDAR, ADS, Open Context) provides more details about which information should be captured during a registration of research data for a long term digital preservation archive. Finally recommendations for the data model of this registry are drawn from the evaluation of existing generic and archaeology-specific metadata standards (Dublin Core, EDM, LIDO, ADeX, CARARE)."

 
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