AP 3: Community-Building

Stakeholderanalyse zu Forschungsdaten in den Altertumswissenschaften

doi:10.13149/000.jah37w-q

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Als digitale Vesion steht sie als PDF zum Download zur Verfügung:
Digitale Forschungsdaten in den Altertumswissenschaften - Teil 2: Kombinierte Auswertung & Interpretation

Altertumswissenschaftliche Forschungsdaten sind für lange Zeit auf analogen Trägern erzeugt worden, seit einigen Jahren geschieht dies zunehmend unter Einsatz elektronischer Hilfsmittel und Techniken. Die dabei erzeugten digitalen Daten besitzen - wie ihre analogen Vorläufer – eine hohe wissenschaftliche Bedeutung und sind für nachfolgende Generationen über lange Zeiträume von hohem Interesse. Dennoch werden sie in der Regel nur zum Teil publiziert oder nur hinsichtlich einer spezifischen Forschungsfrage ausgewertet. Insofern stellt die Archivierung und langfristige Bereitstellung dieser modernen Dokumentation eine dauerhafte Notwendigkeit dar, die aufgrund der Digitalität der Daten auch neue Anforderungen an Infrastrukturen, Akteuren und Prozessen mit sich bringt. Da in Deutschland bislang eine zentrale, auf die oben genannten Disziplinen spezialisierte Adresse fehlte, wird mit IANUS eine neue Daten- und Serviceinfrastruktur aufgebaut, die über die Grenzen von Bundesländern, Institutionen und Projektlaufzeiten hinweg IT-Dienstleistungen anbietet.

Um die Einstellungen und Erfahrungen innerhalb der deutschen Altertumswissenschaften zu diesem Themenkomplex in Erfahrung zu bringen, wurde eine Stakeholder-Analyse in Form einer Umfrage durchgeführt. Diese sollte zum einen dazu dienen, die Wünsche, Anforderungen und Erwartungen der wissenschaftlichen Fachcommunity zu eruieren, um IANUS und seine Angebote auf diese abstimmen zu können. Zum anderen sollten eventuelle Hürden auf dem Weg zu diesem Forschungsdatenzentrum identifiziert und analysiert werden.

Durchführung Umfrage

Von Mai bis Ende Oktober 2013 führte IANUS eine Stakeholderanalyse in den Altertumswissenschaften in Deutschland durch. Dabei wurden knapp 325 Einrichtungen aus den Altertumswissenschaften wie Museen, Landesdenkmalämter, Akademien, Institute an Universitäten, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen direkt postalisch angeschrieben und über die Umfrage informiert. Zusätzlich wurde sie über Social-Media-Kanäle (Facebook, Twitter, E-Mail-Verteiler), die Homepages des DAI und IANUS sowie über Pressemitteilung bekannt gemacht. Die Teilnehmer an dieser anonymen Umfrage beantworteten diese mehrheitlich (99%) online.

Der Fragebogen der Umfrage wurde mit der freien Online-Umfrage-Applikation LimeSurvey erstellt und bestand aus 16 Fragen, welche sich in drei Bereiche unterteilte:

  • Teil I - statistische Angaben
  • Teil II - Fragen zur aktuellen Praxis des Forschungsdatenmanagements
  • Teil III - Fragen zu geplanten Dienstleistungen von IANUS

Insgesamt sind 240 Fragebogen von Altertumswissenschaftlerinnen und Altertumswissenschaftlern aus Universitäten, Fachhochschulen, Museen, Landesdenkmalämtern, Akademien, Instituten und Forschungseinrichtungen vollständig ausgefüllt worden und in die Auswertung eingeflossen.

Neben einer einfachen 1. Auswertung des Fragebogens, in welcher die absoluten Ergebnisse zu allen 16 Fragen visuell als Torten- oder Balkendiagramm aufbereitet wurden, sind auch die Rohdaten der Befragung im csv-Format frei verfügbar und nachnutzbar. Eine weitere vertiefende 2. Auswertung ist momentan noch in der Erstellung und wird demnächst an dieser Stelle veröffentlicht werden. Die Umfrage betreffenden Ergebnisse (Fragebogen, 1. Auswertung, Rohdaten, 2. Auswertung) werden unten zum Download angeboten und stehen Ihnen und allen Interessierten frei (CC-by-sa-Lizenz) zur Verfügung.

Download Fragebogen zur Stakeholderanalyse 2013
Download Rohdaten zur Auswertung der Umfrage

1. Auswertung

Anhand der Gegenüberstellung der zwei folgenden Grafiken aus der 1. und der 2. Auswertung, soll beispielhaft der Mehrwert, die Verschiebung der absoluten Ergebnisse sowie die Vielfalt an Auswertungs- und Interpretationsmöglichkeiten verdeutlicht werden.
In der 1. Auswertung zur Stakeholderanalyse werden die Ergebnisse in einfacher und nicht interpretierter Form dargestellt. Jede Frage wird separat für sich betrachtet und in einer eigenen Grafik visualisiert. Die nachfolgende Abbildung gibt die Antworten auf die Frage 7 „Wie sichern Sie Ihre digitalen Forschungsdaten?“ wieder.


Sicherung digitaler Forschungsdaten © IANUS

Download Ergebnisse Stakeholderanalyse 2013 - Teil 1

2. Auswertung

Bei der 2. Auswertung wurden die Ergebnisse einzelner und/oder mehrerer Fragestellungen aus den Teilen II (Fragen zur aktuellen Praxis des Forschungsdatenmanagements ) und III (Fragen zu geplanten Dienstleistungen von IANUS) mit den statistischen Angaben verschränkt und z. B. nach Personengruppen, Institutionen oder Fachdisziplinen getrennt ausgewertet. Die so gewonnenen Ergebnisse ermöglichen eine differenzierte Sicht respektive Interpretation auf die jeweiligen Aspekte des Forschungsdatebmanagements. Die Ergebnisse wurden durch intuitiv verständliche Piktogramme und Infografiken visualisiert, um mittels einer einfachen Bildsprache die Nutzer zu informieren, für das Thema zu sensibilisieren und im besten Falle zu begeistern.

Piktogramme Institutionen © IANUS

In dem folgenden Beispiel sind die Antworten der Frage nach der Sicherungspraxis der digitalen Forschungsdaten mit der Art der Forschungseinrichtung kombiniert, um so ein detaillierteres Bild von der aktuellen Praxis der Forschungsdatensicherung in den unterschiedlichen Einrichtungen zu vermitteln. Die Grafik stellt die Anzahl an Nennungen der jeweiligen Sicherungsart dar. Es wird deutlich, dass externe Speichermedien für die Sicherung von Forschungsdaten am häufigsten verwendet werden, während professionelle Archive oder Rechenzentren nur vereinzelt (<25%) von Museen, außeruniversitäre Einrichtungen und Universitäten genutzt werden.

Infografik: Praxis Datensicherung © IANUS

Für die 2. ausführliche Auswertung wurde eine Publikation erstellt, in der alle Infografiken enthalten sind und umfassend erläutert wird, aus welchen Fragen sie generiert wurden, wie sie zu lesen sind, welche Daten berücksichtigt wurden und welche Erkenntnisse sich aus Ihnen ableiten lassen. Auf Grundlage der Befragung und deren Ergebnisse kann IANUS zukünftig besser auf die Wünsche und Anforderungen der Fachcommunity eingehen und seine Dienstleistungen und Angebote zielgerichteter ausrichten.

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