AP 12: Datenkuratierung

12.1: Spezifikation Datenkuratierung

Neben der Entwicklung der Produktivsysteme (AP 8) ist die professionelle wissenschaftliche Datenkuratierung ein zentrales Arbeitsfeld in der 2. Phase. Dazu müssen die im Konzept auf Basis der Vor-Ort-Begehungen skizzierten einzelnen Arbeitsschritte, Verantwortlichkeiten und Migrationsstrategien praktisch spezifiziert und umgesetzt werden. Auch gilt es noch fehlende Metadaten für Dateiformate und Fachmethoden festzulegen. Um auf der Erfahrung einer etablierten Einrichtung aufzubauen, absolvierten die Datenkuratoren von IANUS im Dezember 2015 beim Archaeology Data Service (ADS) in York eine zweiwöchige Fortbildung. Dabei wurden die folgenden Datenarten praktisch im bestehenden Archivsystem kuratiert:
  • raumbezogene und statistische Daten (z. B. aus Geophysik, Vermessung, GIS etc.)
  • Bilder und grafische Daten (z. B. Fotos, Zeichnungen, Rekonstruktionen, RTI etc.)
  • strukturierte und freie Textdaten (z. B. Dokumente, Tabellen, Datenbanken, Listen etc.).

Alle Entscheidungen und Prozesse werden in einem Dokumentationssystem (Wiki) festgehalten, um eine einheitliche Vorgehensweise zu gewährleisten. Durch die Integration dieser internen Informationen in die IT-Empfehlungen wird auch eine Transparenz nach außen geschaffen, so dass Dritte ihre Daten besser für eine Nachnutzung vorbereiten können.

Aktivitäten und Ergebnisse

12.2: Umsetzung Datenkuratierung

Möglichst früh soll mit der Kuratierung, Archivierung und Bereitstellung von Datenbeständen begonnen werden, um einerseits die in Entwicklung befindlichen Systeme, Workflows und Vorgaben testen zu können, andererseits aber auch, um der Fachcommunity frühzeitig den Mehrwert der Dienstleistungen von IANUS aufzeigen zu können. Als Daten kommen hierfür sowohl ausgewählte Altdaten in Betracht, für die keine Gelder mehr für eine Datenkuratierung vorhanden sind, aber auch Datensammlungen aus Institutionen und laufenden Projekten, die sich über Gebühren an dem Arbeitssaufwand finanziell beteiligen können. Erste Zusagen über die Bereitschaft, zukünftig Daten zur Langzeitarchivierung an IANUS zu übergeben, liegen bereits vor. Zunächst als manuelle Arbeitsschritte werden mit Fortschreiten der Softwareentwicklung in AP 8 die Workflows zunehmend automatisiert werden. Am Ende der 2. Förderphase sollen sowohl die Produktivsysteme als auch die Arbeitsabläufe soweit etabliert sein, dass sie in den geplanten Regelbetrieb übernommen werden können.

Meilensteine:
  • Umsetzung und Dokumentation Workflows (AP 12.1)
  • Bereitstellung archivierter Daten zum Download (AP 12.2)
 
Datenschutz