Video - Praxis

In diesem Abschnitt sind Hinweise zum Umgang mit Videodateien gesammelt. Es gibt Erl├Ąuterungen mit Literatur- und Programmhinweisen ├╝ber die Ansicht und Extraktion von Metadaten, die Wiedergabe und die Transcodierung von Videos. Zur Digitalisierung von Filmmaterial k├Ânnen nur allgemeine Hinweise gegeben werden.

Metadaten

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Die ├ťbersichtsseite von MediaInfo f├╝r eine analysierte MKV-Datei.
Die ├ťbersichtsseite von MediaInfo f├╝r eine analysierte MKV-Datei.
Die technischen Metadaten der Containerdatei sind in der Regel in dessen Header gespeichert. Weitere Metadaten k├Ânnen in den Video- und Audiostreams gespeichert sein. Diese Daten k├Ânnen von verschiedenen Programmen ausgelesen werden. Ein Programm, das mit vielen Formaten umgehen kann und auch den Export von Metadaten in eine gesonderte Datei erlaubt ist MediaInfo.

Zu den Exportformaten geh├Âren PBCore und EBUCore. Es handelt sich dabei um Metadatenschemata, die speziell f├╝r Film und Ton von Public Broadcasting in den USA, beziehungsweise von der European Broadcasting Union (EBU) entwickelt wurden. Die Moving Pictures Experts Group (MPEG) hat MPEG-7 f├╝r die Dokumentation von Multimediadateien entwickelt, der insbesondere zur Erweiterung der anderen MPEG-Standards gedacht ist.

Wiedergabeprogramme

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VLC media player
VLC media player
Jedes Betriebssystem hat meist schon ein Programm f├╝r die Wiedergabe von Videodateien vorinstalliert. Jedoch k├Ânnen diese Programme nur mit einer begrenzten Auswahl von Containerformaten und Codecs umgehen. Codecs k├Ânnen nachtr├Ąglich installiert werden, wobei aber auf Kompatibilit├Ąt mit dem Wiedergabeprogramm geachtet werden muss.

Ein Programm, das mit allen hier vorgestellten Formaten und Codecs umgehen kann, ist der VLC media player. Unter der einfach gehaltenen Oberfl├Ąche verbirgt sich eine Vielzahl an Funktionalit├Ąten und das Programm gibt es f├╝r alle g├Ąngigen Betriebssysteme.

Transcodierung

F├╝r die Transcodierung von einem Codec in einen weiteren gibt es einige frei verf├╝gbare Programme, wie beispielsweise der bereits vorgestellt VLC media player, der eine leicht verst├Ąndliche grafische Oberfl├Ąche anbietet. Auch das frei verf├╝gbare Programm Handbrake ist f├╝r mehrere Betriebssysteme verf├╝gbar und bietet eine grafische Oberfl├Ąche, ist jedoch im Gegensatz zu VLC nur auf die Transcodierung spezialisiert.

F├╝r fortgeschrittene Anwender ist das ebenfalls frei verf├╝gbare FFmpeg zu empfehlen, das komplexere und detailliertere Transcodierungsoptionen erlaubt und auch von der Kommandozeile aus gesteuert werden kann.

Digitalisierung und Aufnahme

Die Digitalisierung von Film- und Videomaterial ist angesichts der beinahe un├╝berschaubaren Menge an analogen Film- und Videoformaten nicht Gegenstand dieser Empfehlungen.

Im Allgemeinen sollte darauf geachtet werden, dass das originale analoge Material weiterhin erhalten bleibt. Bei der Digitalisierung muss auf gr├Â├čtm├Âgliche Qualit├Ąt und Originaltreue geachtet werden, wobei vor allem Farbwiedergabe und Seitenverh├Ąltnis unver├Ąndert bleiben sollten. Die Konsultierung eines darauf spezialisierten Archivs oder Dienstleisters ist hierbei ratsam.

Die Aufnahmen neuer Videos sollten digital erfolgen, da diese die Analogtechnik inzwischen an Qualit├Ąt meist ├╝bertrifft. Dabei sollten die Audiodaten in linearem PCM oder FLAC aufgenommen werden und die Videodaten entweder unkomprimiert, als FLAC oder in m├Âglichst hochqualitativem H.264/MPEG-4 AVC gespeichert werden. Von der DFG gibt es weitere Hinweise in der Handreichung Empfehlungen zu datentechnischen Standards und Tools bei der Erhebung von Sprachkorpora.

Letzte Änderung: 12. September 2016