Dateiformate

Im Folgenden werden konkrete technische Hinweise und Hintergrundinformationen zu den Dateiformaten gegeben, die nach heutigem Wissen für die Langzeitarchivierung geeignet sind. Des Weiteren werden die minimalen Anforderungen an die technische wie inhaltliche Dokumentation von einzelnen Dateiformaten genannt, damit diese nicht nur heute, sondern auch in Zukunft von Dritten verstanden und nachgenutzt werden können.

Es geht hier nur um die Dateiformate an sich, ihre Entstehungsweise wird dabei nicht berücksichtigt. Abhängig von der jeweiligen Generierung und Verwendung sind gegebenfalls zusätzliche methodische und fachspezifische Metadaten erforderlich. Diese werden in dem Kapitel Forschungsmethoden beschrieben.

Bereits die Auswahl der verwendeten Software beeinflusst das Dateiformat und dessen Nachhaltigkeit. Daher sollte bei der Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Software darauf geachtet werden, dass Dateiformate unterstützt werden, die möglichst folgende Eigenschaften aufweisen:

  • Weit verbreitet und standardisiert
  • Nicht proprietär, also nicht von einer Anwendung oder einem Hersteller abhängig, und mit unterschiedlichen Programmen verwendbar
  • Offen dokumentiert mit frei verfügbaren technischen Spezifikationen
  • Verlustfreie oder keine Kompression
  • Einfach dekodierbar oder sogar unmittelbar lesbar, also nicht durch Kodierung versteckt

Werden während eines Arbeitsprozesses andere als die hier empfohlenen Dateiformate erzeugt oder verwendet, sollte darauf geachtet werden, dass diese leicht und mit möglichst geringem Verlust an Informationen und Funktion in eines der in den folgenden Kapiteln aufgeführten Langzeitformate überführt werden können.

In den Übersichtstabellen mit den Formaten für bestimmte Dateitypen sind die präferierten Formate mit einem grünen Haken, die noch akzeptablen mit einer gelben Tilde und für die Langzeitarchivierung ungeeignete Formate mit einem roten Kreuz gekennzeichnet.

Autoren: 

Schäfer

Felix F.
DAI - IANUS

Letzte Änderung: 4. April 2016